
Hi.
Unlängst, da kam mir wieder einmal der Gedanke, ja, es war beim Fernsehen schauen. Beim Fernsehen schauen einer bekannten Serie, die sich "Deutschland sucht den Superstar" nennt.
Ja, ich schaue sie mir an, und schäme mich danach. Ich schäme mich, weil ich sie anschaue, um zu lachen, um mich der Dämlichkeit fremder Menschen zu erfreuen und mich über das Blamieren lustig mache.
Aber nichtsdestotrotz kam ich durch diese Serie wieder auf den Gedanken, ein Tagebuch zu führen.
Der Gedanke war nichts Neues. Immer wieder hab ich angefangen, ein Tagebuch zu führen, nie wusste ich, was ich reinschreiben soll.
Mein Kopf ist ein Tagebuch, ja, er arbeitet den ganzen Tag und repassiert, was mir grade geschah, registriert Scham und Liebe oder kann es auch einfach nicht kontrollieren. Doch letztendlich alles, was mein Tagebuch zu hören bekäme.
Nein, ich weiß es wirklich nicht. Ich hab dann gestern wahrhaftig wieder ein kleines Büchlein aufgeschlagen und einen Eintrag gemacht, während des ersten Satzes mir prompt die Lust verging und mir die Augen zufielen.
Mein Kopf ist ein Sieb, aber gleichzeitig ein jederzeit-in-Trab-sein und denken-bis-der-Kopf-glüht oder auch fühlen.
Oft werde ich verrückt in meinem Kopf. Manchmal ist er grau und alt, manchmal durchgerissen von Chemiedoppelstunden oder verletzt und angenervt von anderen Schülern, bis runter zum Herz.
Oft ist es verletzt und kaputt von anderen Menschen und oft denkt er "Was zur Hölle soll ich hier?"
Oft pocht mein Herz dann aber wieder und denkt "Gut, dass ich jetzt pochen kann!" oder es fühlt einfach nur, wie es Blut in meinen Kopf treibt.
Ich denke aber gar nicht so viel. Logisches Denken ist wirklich etwas, das ich verabscheue.
Trotzdem brauche ich es für Chemiedoppelstunden.
Das war´s eigentlich. Wo ist da jetzt die Pointe?
AutorIn:
Sonne